Schreibworkshop startet am 26.10.

Der Schreib-Workshop, bei dem wir dem Atmosphärischen auf die Spur kommen wollen, wird um eine Woche verschoben und beginnt am 26. Oktober!

Bis dahin!

 

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Alles Atmosphäre. Ein Schreib-Workshop im Herbst

Beim nächsten Schreib-Workshop wird uns etwas scheinbar Nebensächliches beschäftigen, nämlich das Atmosphärische. Also alles, was indirekt wirkt, nicht explizit ausgesprochen ist. Dabei verrät das scheinbar Un-Eigentliche viel von dem, worum es eigentlich geht.

Atmosphäre verweist auf …
– den Charakter von Beziehungen oder Situationen (z.B. in Dialogen)
– aber auch auf das Schreibziel (z.B. zu unterhalten, aufzurütteln, zu erklären, zu entspannen)
– oder die Schreibhaltung (z.B. amüsiert, rational, pathetisch)
– und sie ist ein Spannungselement, nicht nur im Krimi.

Atmosphäre erschafft sich durch
– Orte, Landschaften, Räume
– Licht, Farben
– Akustik, Geräusche
– Dinge, Sachen, Objekte
– Zustände, Alter, Abnutzung, Gebrauchsspuren
– Geschwindigkeiten
– das, was fehlt oder weg gelassen wird (im Dialog, in der Beschreibung etc.)
– u.ä.

Es gibt keinen Text ohne Atmosphäre (auch „rational” ist eine atmosphärische Aussage), man kann das Atmosphärische nur mehr oder weniger gut „rüber bringen” oder auch daran scheitern.
Atmosphäre ist übrigens nicht nur für fiktive Geschichten wichtig, auch eine autobiografische Episode wirkt lebendiger, wenn die Atmosphäre stimmt.

Wann und wo findet der Workshop statt?

Folgende Termine (jeweils am Montag Abend, 19 – 22 Uhr) stehen zur Verfügung:
19. und 26. Oktober, sowie sämtliche Montage im November.
Um 3 Termine fest machen zu können, bitte ich deshalb alle möglicherweise Interessierten um Rückmeldung!!!

Wir wollen wie immer drei Abende verbringen, natürlich in anregender Atmosphäre, mit kleinen Übungen und freundlich-kritischen Gesprächsrunden.
Wie immer treffen wir uns im Textbüro.
Und wie immer kosten 3 x 3 Stunden 90 € .

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Felchenfraß, die 2. Häfler Mordgeschichte von Monika Scherbarth

Soeben erschienen!

Ob Ihr Ureinwohner seid oder Touristen, Nei’gschmeckte oder Migranten, ob Ihr nur nicht weg gekommen seid oder eines Tages zurück wollt, ob Ihr die Gegend liebt oder mit den Zuständen dort hadert – hier kommt ein herrlicher Bodensee-Sommerkrimi für Euch!

Titel Felchenfraß

Bodensee-Felchen sind eine Delikatesse. Doch nicht alles, was dort im Wasser schwimmt, ist so appetitlich. Besonders, wenn das relativ frische Körperteil zu einem Mann gehört, der angeblich seit sechs Jahren tot ist.
Am See brüten die Ortschaften in der Sommerhitze. Auf dem Häfler „Kulturufer” drängelt sich das Publikum. Halbstarke Tankstellenräuber sind die Aufreger der Tagespresse. Dann wird am „Negerbad” ein totes Kind angeschwemmt … Rose Gebhard, Chefin der Mordkommission Friedrichshafen, sehnt sich nach einem reinigenden Gewitter!

 

Monika Scherbarth, Felchenfraß. Edition Seegras, 9,95 €
In jeder Buchhandlung zu bestellen oder bei epubli.
eBook 4,49 €

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Schreibwerkstatt/3. Treffen

Das dritte und letzte Treffen des Workshops zum Thema „Ich und die anderen. Wahrheit und Erfindung in der Personenbeschreibung“ drehte sich um unterschiedliche Darstellungsmöglichkeiten.

Um auszuprobieren, wie sich die Haltung auswirkt, die man zu der beschriebenen Person hat, machten wir zwei Übungen:

1. Übung: Erinnere dich an jemanden, den du nicht magst oder mochtest. Versuche, diese Person möglichst negativ zu beschreiben, dich regelrecht auszulassen, wie bei einer Abrechnung oder Denunziation. Entweder direkt: unsachlich, sich „auskotzend”, oder indirekt/strategisch: nur scheinbar sachlich, spitz formuliert, kalkuliert vernichtend.

2. Übung: Versuche, jemanden möglichst positiv zu beschreiben, wie eine Liebeserklärung, überfließend, des Lobes voll o.ä.

Die Teilnehmer*innen stellten fest

  • dass es wesentlich einfacher ist, etwas Negatives zu schreiben als etwas Positives
  • dass es nicht so einfach ist, über jemand zu schreiben, der einem nahe steht
  • dass Ironie z.B. helfen kann

Als 3. Übung war ein Versuch zum Thema „komisch schreiben“ geplant, doch das erschien den Teilnehmenden vorerst noch zu schwierig. Also machten wir weiter mit der …

4. Übung: Hier suchten sich die Teilnehmer aus div. Kunstbänden gemalte und gezeichnete Porträts heraus und erfanden dazu jeweils eine kurze Geschichte zu der beschriebenen Person.

Bei allen Übungen wurden wieder sehr unterschiedliche Lösungen gefunden und ausgiebig diskutiert. Schnell war dann der Abend und somit auch der Kurs zu Ende. Was blieb, waren angefangene Geschichten, die zu Hause weiter geschrieben werden …

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Schreibworkshop/2.Treffen

Im Workshop Ich und die anderen. Über Realität und Erfindung in der Personenbeschreibung beschäftigten wir uns diesmal mit der Frage Wie werde ich einem von mir beschriebenen Menschen gerecht?

Vorweg wurden von mir ein paar Überlegungen angestellt, was denn eine Personenbeschreibung eigentlich bestimmt:

  • Das Äußere  > Wie genau ist meine Wahrnehmung, meine Formulierung? Welche Bedeutung hat der Zeitpunkt der Betrachtung? (das Alter z.B.) Nach welchen Kriterien beschreibe ich etwas und etwas anderes nicht? Wie objektiv kann ich sein?
  • Das Biografische > Wie viel weiß ich über diesen Menschen? Gibt es Dinge, die ich nicht weiß? Urteile ich (bewusst, unbewusst, versteckt) über die Person? Nach welchen Kriterien?
  • Die Schreibperspektive > Wie klar ist sie mir selbst? Lasse ich sie erkennen, wird sie thematisiert? In welcher Form lässt sie sich kenntlich machen/thematisieren?
  • Das Ziel und die emotionale Haltung > Will ich meine Hochachtung, meine Liebe, meine Ambivalenz, meine Distanz ausdrücken? Will ich kritisieren/vernichten? Will ich die Person benutzen? (z.B. als komische Figur einer Geschichte, als Randfigur meiner Geschichte) etc.

Zur Schreib-Perspektive:

  • Da ich letztlich bei jeder Beschreibung „aus meinen eigenen Augen schaue“, sollte ich mir diese Ich-Perspektive bewusst machen.
  • Das heißt, selbst bei möglichst objektiven Beschreibungen sollte ich mich als Berichterstatter nicht „verstecken“, also z.B. meine Quellen zu erkennen geben („Tante Frieda“) oder konkrete Nachweise nennen. Es sei denn, die Perspektive ist von vornherein klar. (Vater, Tochter etc.)
  • Je bewusster mir meine Perspektive/meine Motivation ist, desto eher kann ich diese mitformulieren. Damit zeige ich, dass die von mir beschriebenene Person nicht identisch ist mit der realen Person. Somit auch, dass die reale Person von andern auch anders (aus deren Perspektive nämlich) wahrgenommen werden kann.
  • Allerdings: Je „lebendiger” eine Darstellung ist, desto leichter vergisst man, dass auch diese Darstellung ein Konstrukt ist. (Mit solchen Widersprüchen muss man als Schreibende*r allerdings leben!!!)

Da es im Kurs aber nicht um Theorie, sondern um Erfahrungen geht, wurden diese Gedanken dann ohne langes Weiterreden in die Hinterköpfe verbannt, um mit konkreten Übungen loszulegen:

1. Übung:   Schreibe über eine Person aus deiner Familie oder deinem Umfeld, die dich aus irgendwelchen Gründen beschäftigt (ärgert, beeindruckt o.ä.). Schreibe subjektiv, aber so, dass Außenstehende einen möglichst genauen Eindruck von der Person bekommen.
> Diskussion: Wodurch entstand der genaue Eindruck? Was fehlte oder hätte noch formuliert werden können?

2. Übung:   Trete in einen Dialog mit der Figur, sprich sie an, lass sie antworten. Dies kann eine erinnerte Situation sein, eine real vorstellbare, eine vollkommen fiktive oder auch eine Situation, in der die Person mit dir über ihre Darstellung spricht.

3. Übung:   Beschreibe die „körperliche Seite“ des Dialogs (physiologische Reaktionen, Aussehen, Bewegungen, Mimik …)

Nach jeder Aufgabe gab es wie immer sehr verschiedene und interessante Texte zu hören, die auch wieder ausgiebig diskutiert und genau gelobt wurden.

 

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Jitka Hanzlová

Es gibt Kunst, die für sich spricht, und solche, für die der Künstler spricht. Und es gibt Fachleute und Liebhaber, die über Kunst und Künstler sprechen. Die Ergebnisse sind nicht immer deckungsgleich.
Als öffentliche Person hat man heutzutage wenig Einfluss auf das mediale Bild, das von einem kursiert. Man weiß es ja­ und wünschte doch, es wäre anders. Schon immer gab es diese Kluft zwischen dem empfundenen Selbst und dem sozialen, öffentlichen Bild von sich, auch wenn der Druck, den diese Kluft produziert, durch die Zeiten unterschiedlich war oder empfunden wurde. Heute ist es die mediale Variante, die uns vor allem Kopfschmerzen macht (oder machen sollte). Gut also, sich damit zu beschäftigen.
Die auf WIKIPEDIA veröffentlichten Fakten und Meinungen können permanent verändert werden. Dass dieser Prozess selbst öffentlich ist, macht die Plattform zu einem unschätzbar wichtigen Instrument der Information und der Reflektion.

Jitka Hanzlova, eine in der Tschechoslowakei aufgewachsene und heute weltweit bekannte Fotografin aus Essen, porträtiert. Ihre Kunst sagt mir, als Betrachterin: Urteile nicht über diesen Menschen, du weißt nichts sicher.
Jitka kam zu mir und bat mich, den Wikipedia-Artikel über sie in ein paar Punkten richtigzustellen.

***

Am selben Tag, beim WORKSHOP „Ich und die anderen –­ Über Wahrheit und Erfindung in der Personenbeschreibung“, war sie in Form ihrer Werke noch einmal präsent. Ich hatte verschiedene Fotobücher verteilt, damit die Teilnehmer*innen sich ein Porträt aussuchen, um es zu beschreiben. Drei von vier wählten eins aus Jitka Hanzlovás Büchern. Die Bilder sind so intensiv und regen zu so vielen Assoziationen an, dass die Ergebnisse der Übung sehr frei und für die Schreiber*innen selber überraschend ausfielen. Mich wunderte nicht, dass sie von Hanzlovás Arbeiten so stark für das Thema sensibilisiert wurden.

 

 

 

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2 kostenlose Schreib-Workshops am 23. April 2015

Am weltweiten TAG DES BUCHES, Donnerstag, 23. April 2015, veranstalten viele Buchhandlungen Lesungen u.ä.

Die  SCHMÖKERSTUBE am Kurt-Schuhmacher-Platz in Mülheim (Stadtmitte, gegenüber dem FORUM) hat sich etwas Anderes ausgedacht:

Einfach selber schreiben!

Unter diesem Motto leite ich – um 14:00 und um 16:00 Uhr –  zwei kostenlose Workshops für interessierte Menschen jeden Alters, die Lust haben auf eine neue Erfahrung. Nämlich, dass Schreiben gar nicht so schwer ist!

Wie oft habe ich gehört, dass jemand gern seine Lebensgeschichte aufschreiben würde …  Am 23. April kann man es einfach mal ausprobieren.

Wer die SCHMÖKERSTUBE noch nicht kennt:

Hier gibt es antiquarische Bücher, Second-Hand-Bücher, ­lang gesuchte Lieblings­bücher, ausgelesene, übrig ­gebliebene, vergriffene und viele andere Bücher zum kleinen Preis.
Die Schmökerstube wird ehrenamtlich betrieben vom Freundeskreis der Stadtbibliothek Mülheim.

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Ich und die Anderen. Ein Schreib-Workshop im Juni

Wer schreibt, schreibt über Menschen. Klar.
Tatsächlich? So klar, wie man denkt, ist das gar nicht!
Schreibt man nicht eher über die eigenen Bilder im Kopf?

ICH UND DIE ANDEREN ist ein Workshop

über Wahrheit und Erfindung in der Personenbeschreibung

Es geht dabei um Fragen wie:

  • Wie werde ich Menschen, über die ich schreibe, gerecht?
  • Wie komme ich der Realität möglichst nahe?
  • Wie kann ich meinen Figuren Leben einhauchen?
  • Was tun, wenn sie ein Eigenleben entwickeln?
  • Wie weit muss ich auf lebende Personen Rücksicht nehmen?
  • Welche Rolle spielen Zeit und Erinnerung?
  • Wer ist dieses Ich in einer Ich-Erzählung und wie viel kann es wissen?
  • Was hat die Erzählperspektive mit Wahrheit und Realität zu tun?
  • Lässt sich Wahrheit erfinden?
  • u.a.m.

Auch diesmal werden kleine Übungen und freundlich-kritische Gesprächsrunden dafür sorgen, dass die Teilnehmer_innen drei anregende Abende verbringen, also neue Erfahrungen sammeln und Zutrauen zum eigenen Schreiben gewinnen …

Termine:

3 mal montags am 8., 15. und 22 Juni von 19:00 – 22:00 Uhr

Der Workshop kostet 90,- €  und findet im Textbüro statt.
Maximal 5 Personen können teilnehmen.
Anmeldungen ab sofort per Mail oder telefonisch.

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Weiter geht’s! Schreib-Workshops im März

Liebe Schreibinteressierte, Erinnerungsforscher und GeschichtenerzählerInnen!
Liebe Freunde und Bekannte solcher Menschen!

Der Frühling wird spürbarer, die Schreib-Workshops im März rücken näher …
Wie bereits angekündigt, sind wieder zwei Kurse geplant, einer vormittags und einer abends:

> am 2., 9. und 16., von 19 bis 22 Uhr
> und am 3., 10. und 17., von 10 bis 13 Uhr.

Das Oberthema dieses Frühjahrs ist Kindheit. Im vorigen Kurs (Jan./Febr.) sind dazu schon sehr schöne Geschichten entstanden.
Was uns demnächst in Übungen und Gesprächen beschäftigt, richtet sich wie immer auch nach den TeilnehmerInnen.

Mögliche Punkte sind:

  • Wirklich wahr! Wie verlässlich sind Kindheitserinnerungen?
  • Wie fiktiv darf’s denn sein? Kindheitserlebnisse aufarbeiten <> literarisch verwerten?
  • Wer hat mir meine Erinnerung vorerzählt? Die Macht von Anekdoten und Fotografien.
  • Wie bin ich geworden, der/die ich bin? Vor- und Schreckensbilder in der Icherzählung
  • „Aus dem Buch heraus“ und „literarisch“ schreiben: ein Widerspruch?
  • Wer darf/soll den Text hinterher lesen? Zensiere ich mich selbst? Wenn ja, warum?
  • Schreiben ja, aber wie? (> sachlicher Bericht, innerner Monolog, klassische Kurzgeschichte, märchenhafte Erzählung, freie Form, Experiment …)

etc. p.p

Ein Kurs kostet 90 € , Ermäßigung möglich.
Ort der Veranstaltung: im Textbüro

Anmeldung (ggf. Anmeldebestätigung) per Mail oder Telefon, bitte bis 26. Februar!

Der Montagskurs wird wohl auf jeden Fall stattfinden – sofern nicht noch Teilnehmer wieder absagen. Ob der Dienstagskurs stattfindet, ist noch offen. Für beide Kurse schicke ich am 27.2. eine Bestätigung raus.

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Was hilft … ERINNERUNG

Schreibworkshops beginnen bald!

Liebe Schreib-Interessierte,

die Ereignisse der letzten Tage haben, im wahrsten Wortsinn, viele Menschen bewegt.

Und doch erfahren wir täglich von neuen dramatischen Ereignissen, nicht immer vor unserer Haustür, nicht immer so symbolträchtig, aber oft ebenso niederschmetternd, wenn auch bald verdrängt von den nachfolgenden Schlagzeilen. Oft nachdem ich die Zeitung gelesen habe (noch schlimmer nach Fernsehnachrichten) fühle ich mich ohnmächtig. Eine einzige Aneinanderreihung von Skandalen, Ärgernissen und Katastrophen. Schlag auf Schlag. Die Lektüre von Hintergrund-Artikeln hilft zwar auf lange Sicht. Aber ich weiß dann auch nur besser (aber immerhin), wie kompliziert eine Sache in Wirklichkeit ist.

Also was hilft? Wie verhalte ich mich dazu? Oder was (zumindest) bewahrt mich davor – angesichts so vieler Ereignisse, die ich eigentlich besser verstehen müsste und die mir zurufen: engagiere dich! – was bewahrt mich also in diesem medial vernetzten globalen Irrenhaus davor, verrückt zu werden?

Mir hilft: Konzentration. Irgendeine Sache, meine Sache, ganz genau zu betrachten. Ihr mich auszusetzen. Ihr meine Zeit zu widmen, meine Leidenschaft, mein Bemühen. Nicht locker zu lassen, wenn ich mal versage. Sie zu durchleuchten, zu befragen, auf den Kopf zu stellen, hin und her zu wenden und Schritt für Schritt zu verstehen. Am Ende vielleicht sogar zu wissen, was sie mit mir zu tun hat, und was nicht.

Das Beste daran ist: Diese Konzentration macht auch noch Freude. Wie jede Hingabe führt sie zu Befriedigung und Erfüllung. Nicht immer sofort, nicht immer gleich groß, aber immer wieder.
Und in dieser Verfassung lässt sich dann auch das „große“ Geschehen gelassener betrachten. Mit weniger Zorn also und weniger Angst. Das ist gut. Auch für’s Engagement.

Nicht die einzige, aber eine sehr gute Möglichkeit, sich seiner Sache zu widmen, ist darüber zu SCHREIBEN.
Sogar das Schreiben selbst kann diese Sache sein, der man sich ver-schreibt.
Wem das so geht oder wer das mal ausprobieren möchte:

Die nächsten Schreib-Workshops BEGINNEN BALD.
Ich freue mich schon.

Hier noch mal die Termine:

26. Jan., 2. und 9. Febr. (19 – 22 Uhr)
und/oder 27. Jan., 3. und 10. Febr. (10 – 13 Uhr).

In eine nächste Runde geht’s dann am
2., 9. und 16. März (abends),
und/oder am 3., 10. und 17. März (vormittags).

Unser Ober-Thema im Frühjahr ist „Kindheit“.
Solche und ähnliche Fragen werden uns beschäftigen:

Wie lässt sich eine Kindheitserinnerung so erzählen, dass sie das rüberbringt, was ich ausdrücken will?
Inwieweit kann das erzählende „Ich“ ich als Kind sein?
Was gibt es noch für mögliche Perspektiven auf die Kindheit?
Wie lässt sich Kindheit sprachlich darstellen?
Wann ist es befreiend, wann engt es ein, eine kindliche Perspektive einzunehmen?
Welche Funktion kann eine alte Erinnerung in einer Geschichte von heute haben?
Wie kann ich es darstellen, wenn Kindheitserlebnisse bis heute nachwirken?
etc.

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